Sextanten für die Seefahrt

Die See-Sextanten haben sich im Laufe der Jahrzehnte nur wenig verändert.
Bei den Oktanten und alten See-Sextanten erfolgte die Messwert-Ablesung direkt am Gradbogen mittels Nonius (meist mit angebauter, schwenkbarer Lupe).

Ab Mitte der 20er-Jahre baute man Sextanten mit Schneckentrieb, so genannte Trommel-Sextanten. Dadurch wurde die Messwert-Ablesung einfacher und genauer. Diese Art ist auch heute noch üblich.

Bei Spezial-Sextanten kann der Messwert im Sichtfeld eines zweiten Teleskops abgelesen werden.

Es wurden mehrere Schattengläser – meist drei in Horizontrichtung und vier in Gestirnrichtung – vorgesehen. Diese verstellbaren Schattengläser wurden zum Teil auch in das Teleskop integriert.
Bei den neueren Sextanten werden auch Polarisationsschattengläser mit stufenlos verstellbarer Abdunkelung verwendet.

Es gibt auch Prismascheiben (Kimmprisma nach Schüler) die in Horizontrichtung eingeblendet die Sonnenspiegelung am Wasser ausblenden und die senkrechte Lage des Sextanten anzeigen.

Anstelle des ursprünglich verwendeten Halbspiegels in Horizontrichtung werden in letzter Zeit auch halbdurchsichtige Vollsichtspiegel verwendet.

Grundsätzlich verwenden See-Sextanten den natürlichen Horizont (Kimm) als waagrechte Bezugsebene.

Für Messungen in der Nacht oder bei Bodendunst werden zum Teil auch Sextanten mit künstlichem Horizont verwendet. Meist sind es im Teleskop eingebaute oder am Sextanten-Rahmen befestigte Dosenlibellen deren Blase in das Sichtfeld eingeblendet wird.

Vorwort
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