Deutscher Kreiselsextant KS-3D
Deutscher Sextant mit Kreisel als künstlicher Horizont.
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Verwendung
Für U-Boote, Flugzeuge und Schiffe. Besonders geeignet für stark bewegte Standorte. Nur mit künstlichem Horizont verwendbar.

Hersteller
C. Plath De Te We, Hamburg (gtl), 1944

Deutscher Kreiselsextant KS-3D
Sextant mit pneumatisch angetriebenem stabilisierten Kreisel als künstlicher Horizont.
Die im Transportkasten integrierte Beschreibung ist für die Verwendung auf U-Booten.
Der Aufbau der Messeinheit wurde zum Teil vom Libellen-Oktanten desselben Herstellers übernommen. Künstlicher Horizont und Strahlengang sind jedoch grundlegend anders.

Der künstliche Horizont besteht aus einem pneumatisch angetriebenen und durch die Schwerkraft in der waagrechten Lage stabilisierten Kreisel. Mit einer Lichtquelle werden über zwei im Kreisel eingebauten Linsen vier Horizontlinien in das Sichtfeld eingeblendet. Die beiden äußeren starken Linien sind zum einpassen der Sonne, die beiden inneren dünnen Linien für Sterne und Planeten.

Zum Hochfahren des Kreisels kann man eine normale Hand- oder Fußpumpe (z.B.: Autopumpe) verwenden.

Wenn der Kreisel auf entsprechend hohe Drehzahl gebracht wurde, kann man 20 – 30 Minuten messen.
Wahrend der Messungen sollte keine Druckluftzufuhr erfolgen um die Genauigkeit der Kreiselstabilisierung nicht zu beeinflussen.

Die Helligkeit der Horizontlinien ist stufenlos regelbar und auch bei hellem Sonnenschein stark genug.

Der Messbereich ist 0° - 80° (eher Oktant). Für die Messwertanzeige ist ein kleiner Gradbogen beim Indexspiegel (Grobanzeige) und eine große Messtrommel mit 150mmØ (1 Umdrehung = 30°) vorgesehen.
Der schwenkbare Indexspiegel wird über eine Spiralnut auf der Innenseite der Messtrommel angetrieben.

Zur Abstimmung der Helligkeit des Gestirns sind vier Schattengläser vorgesehen. Wahlweise zwei davon lassen sich gleichzeitig vorschalten.

Das Teleskop mit 2facher Vergrößerung und verstellbarem Fokus kann nach Bedarf aufgesteckt werden.

Der Sextant ist für Einzelmessungen und Messserien mit Mittelwertbildung vorgesehen. Die Messzeit kann mit 60, 120 oder 180 Sekunden eingestellt werden (Uhrwerk).

Der angezeigte Messwert ist um 3° zu niedrig. Bei Einzelmessungen müssen daher genau 3° addiert werden.
Für Messserien mit Mittelwertbildung wird der nächstliegende ganzgradige Wert auf der Messtrommel gerastet. Während der Messzeit muss das Gestirn möglichst genau zwischen den Horizontlinien gehalten werden.
Die Mittelwertvorrichtung zeigt dann den Mittelwert der positiven (größer als 3°) bzw. negativen (kleiner als 3°) Abweichungen vom gerasteten Wert an.
Dieser Wert wird zu dem an der Trommel gerasteten ganzgradigen Wert addiert und ergibt den gemittelten Messwert.

Zur Ablesung von Messwert und Mittelwert ist eine dämmbare Beleuchtung vorgesehen.
Bei Ablauf der Messzeit erfolgt eine automatische Umschaltung von Horizont- auf Mittelwert-Beleuchtung.
Die Batterien (2 x 1,5V), der Ein/Ausschalter und die beiden Helligkeitsregler sind direkt am Gerät.

Ein Holzkasten für Sextant und Zubehör, speziell ausgelegt für die Verwendung auf U-Booten ist vorhanden.

Ital. Luftschiff-Sextant
Flug. u. Sch. Sext. A-7
Flug. u. Sch. Sext. A-8A
Flug. u. Sch. Sext. A-10
Flug. u. Sch. Sext. A-10A
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Flug. u. Sch. Sext. A-15
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Flug. u. Sch. Sext. AN 5854-1
Brit. Flugz. Sext. MK IX
Brit. Flugz. Sext. MK IX MB
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Deutsch. Kreiselsext. KS-3D
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U.S. Sextant MA-1
Britischer Periskop-Sextant
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Astro-Compass MK II