Alter Spiegel-Oktant
Simth & Hind Spiegel-Oktant
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Verwendung
Für die Segelschifffahrt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Hersteller
Fa. Smith & Hind, Hartlepool, England, ca. 1815

Alter Spiegel-Oktant
Das Prinzip der Winkelmessung durch Doppelspiegelung (Spiegel Oktant) wurde 1731 erfunden (Hadley, Godfrey).
Der Engländer Hadley hat durch Weiterentwicklung seines Oktanten eine wesentliche Verbesserung und Verkleinerung erreicht. Dadurch wurden die Spiegel-Oktanten für die astronomische Navigation auf Schiffen immer brauchbarer und wichtiger. Es kam besonders für die britische Seefahrt zum Bedarf immer größerer Stückzahlen. Daher wurden Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts von einer Reihe tüchtiger Mechaniker bzw. Instrumentenbauer in London und anderen englischen Seestädten solche Spiegel-Oktanten hergestellt.

Der vorliegende Oktant wurde von der Fa. Smith & Hind in Hartlepool (Mittelengland-Ostküste) weitgehend händisch gefertigt. Der Rahmen besteht aus dem damals üblichen Ebenholz mit eingelegter Gradskala aus Elfenbein. Auch der Nonius, die Herstellerplakette und die kleine Schreibfläche an der Rückseite sind aus Elfenbein. Der Schwenkarm (Alhidade) samt Lagerung und die Spiegelhalterungen mit den Justier-Einrichtungen sind aus Messing.
Anstelle des später vielfach verwendeten Fernrohrs ist ein Lochdiopter vorgesehen. Der Horizontspiegel ist als Halbspiegel ausgeführt. Er kann zur Nullpunkt-Justierung mit einer kleinen Schraubenspindel an der Rückseite feinfühlig verstellt werden. Die seitliche Justierung des Horizontspiegels erfolgt mit einer Stellschraube die mit einem Vierkantschlüssel betätigt wird. Zur seitlichen Justierung des Indexspiegels ist ebenfalls eine Stellschraube vorgesehen. Zur Winkeleinstellung wird der Schwenkarm zuerst grob eingestellt und mit einem integrierten Klemmstück am Gradbogen fixiert. Die Feineinstellung erfolgt dann mit einer Schraubenspindel die den Schwenkarm vom Klemmstück ausgehend feinfühlig bewegt.

Die Messwert-Ablesung erfolgt direkt am Gradbogen mit einem weit gespreizten Nonius. Man erreicht eine Genauigkeit von mindestens einer Minute. Zur Abstimmung der Helligkeit des Gestirns sind drei einschwenkbare Schattengläser vorgesehen. Zum Ablegen des Oktanten sind an der Rückseite drei Messingfüße angebracht. Das kleine Griffstück über der Herstellerplakette ist das Ende eines Bleistifts zum Notieren des Messwertes auf der Elfenbein-Schreibfläche an der Rückseite. Für die Aufbewahrung und den Transport des Oktanten ist ein genau angepasster, versperrbarer Kasten aus Edelholz vorgesehen. Bei diesen alten Oktanten wurde die damals nicht mögliche große Herstellungsgenauigkeit und Stabilität durch aufwendige Justiereinrichtungen ausgeglichen. Dadurch hat man in der Praxis relativ gute Messergebnisse erreicht
.

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