Niederländischer Observator MK IV
See-Sextant Observator MK IV
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Verwendung
Für die Segelschifffahrt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Hersteller
N. V. Observator, Rotterdam, 1985

Niederländischer Observator MK IV
Die Firma Observator in Rotterdam hat seit 1916 normale See-Sextanten hergestellt.
Im Laufe der Jahrzehnte kam es immer wieder zu den üblichen Verbesserungen und Änderungen.

Anfang der achtziger Jahre wurde jedoch ein Sextant mit neuem Konzept und gravierenden Neuheiten und Verbesserungen geschaffen, der Observator MK IV. Bei der aufwendigen Entwicklung dieses neuen Sextanten wurde besonderer Wert auf große Robustheit, weitgehende Widerstandsfähigkeit gegen Verschmutzung und Spritzwasser und praktische, einfache Bedienung gelegt.
Zu diesem Zweck wurden folgende zum Teil vollkommen neue Konstruktionen verwirklicht:

Der Sextantenrahmen, der Indexarm,das Schneckentriebgehäuse und das Teleskopgehäuse bestehen aus einer speziell entwickelten Aluminium-Legierung.
Der Schwenkarm für den Indexspiegel ist an der Rückseite zwischen Rahmen und Haltegriff angeordnet. Dadurch ist die Rahmenvorderseite frei für das relativ große viereckige Teleskop.

Der Schneckentrieb des Schwenkarms ist in einem Gehäuse eingeschlossen und daher gegen Schmutz und Spritzwasser geschützt. Auch die Beleuchtung für die Grad- und Minutenskala samt Batterie (AAA 1,5 V) und Schalter ist in diesem Gehäuse untergebracht. Es sind daher keine Verbindungskabel notwendig.

Das bemerkenswerteste neue Konstuktionsmerkmal ist jedoch das Teleskop mit eingebauten Schattengläsern für Gestirn- und Horizontrichtung. Zu diesem Zweck sind zwei Trommelsegmente mit je vier kleinen Schattengläsern zwischen den Linsen im Teleskopgehäuse eingebaut. Die Betätigung erfolgt mit zwei großen flachen Drehknöpfen an beiden Seiten des viereckigen Gehäuses. An der Gehäuseunterseite ist ein Drehknopf für die Fokussierung angebracht.

Durch diese Anordnung der Schattengläser und der Fokussierung lässt sich der Sextant leicht einstellen ohne ihn vom Auge zu nehmen. Eine Verschmutzung oder Beschädigung der Schattengläser ist durch die vollkommene Abdichtung des Teleskopgehäuses ausgeschlossen.

Das Sichtfeld konnte im Vergleich zu herkömmlichen Sextanten um ca. 40% vergrößert und die Messgenauigkeit verbessert werden.

Für Aufbewahrung und Transport ist ein handlicher, relativ kleiner Holzkasten vorgesehen.

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